Warum werden wir krank? Die Wahrheit über Homöostase, Ernährung und Selbstheilung

Warum werden wir krank? Die Wahrheit über Homöostase, Ernährung und Selbstheilung

Du kennst es: Plötzlich kratzt der Hals, die Nase läuft, du fühlst dich schlapp und alles scheint schwer. Doch was steckt dahinter? Warum wird unser Körper krank? Die Antwort liegt tiefer, als viele glauben. Es geht nicht um bloße Symptome, sondern um das komplexe biochemische Gleichgewicht deines Körpers: die Homöostase.

Was ist Homöostase?

Die Homöostase ist das Prinzip der inneren Balance. Dein Körper versucht ständig, alle physiologischen Prozesse in einem optimalen Gleichgewicht zu halten: Temperatur, pH-Wert, Blutzucker, Hormonlevel, Nährstoffkonzentrationen und vieles mehr. Dieses fein abgestimmte System arbeitet ununterbrochen, um dich gesund zu halten.

Homöostase ist Gesundheit

Solange dein Körper in der Lage ist, diese innere Balance aufrechtzuerhalten, bist du gesund. Dein Immunsystem arbeitet effizient, deine Zellen sind mit allem versorgt, was sie brauchen, und deine Entgiftungsorgane funktionieren reibungslos. Gesundheit ist also kein statischer Zustand, sondern ein dynamischer Prozess der permanenten Selbstregulation.

Krankheit ist gestörte Homöostase

Krankheit beginnt immer dort, wo die Homöostase aus dem Gleichgewicht gerät. Dieses Ungleichgewicht kann viele Ursachen haben: akute Belastungen, chronische Einflüsse, Mangel oder Überfluss, psychischer Stress oder Umweltgifte. Der Körper verliert seine Fähigkeit, die Balance zu halten, und Symptome treten auf.

Wie kann die Homöostase aus dem Gleichgewicht geraten?

  • Erkältungen und Infektionen: Unterkühlung, Stress oder Schlafmangel schwächen dein Immunsystem. Mikroorganismen können sich leichter vermehren, die Immunabwehr wird herausgefordert.
  • Vergiftungen: Pestizide, Schwermetalle, Mikroplastik, Zusatzstoffe – dein Körper muss all das verstoffwechseln und ausscheiden. Eine Dauerbelastung führt zu Überlastung.
  • Nährstoffmangel/-überversorgung: Fehlen essentielle Vitamine, Mineralien oder Spurenelemente, können fundamentale Prozesse nicht ablaufen. Umgekehrt kann ein Übermaß an bestimmten Nährstoffen und Zusatzstoffen toxisch wirken.
  • Entzündungen: Chronische Entzündungen sind stille Störfaktoren. Sie entstehen z.B. durch ein dysbiotisches Mikrobiom, oxidativen Stress, toxische Belastung oder suboptimale Ernährung.
  • Einseitige Belastungen: Bewegungsmangel oder monotone Bewegungsabläufe können strukturelle Ungleichgewichte erzeugen.
  • Schlafmangel & Stress: Regeneration wird verhindert, Cortisol überflutet den Körper, wichtige Aufbauprozesse bleiben aus.

Ein konkretes Beispiel: Ständiges Essen und Snacken

Du denkst vielleicht, es sei gesund, alle 2-3 Stunden etwas zu essen, aber was passiert dabei auf biochemischer Ebene? Mit jeder Mahlzeit wird Insulin ausgeschüttet, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Wenn du permanent isst, ist dein Insulinspiegel dauerhaft erhöht. Die Zellen verlieren ihre Sensitivität – eine Insulinresistenz beginnt. Gleichzeitig werden wichtige Stoffwechselprozesse wie die Autophagie blockiert, da der Körper ständig mit der Verdauung beschäftigt ist. Die Homöostase gerät aus dem Gleichgewicht.

Ein weiteres Beispiel: Die klassische Erkältung

Du gehst ohne Jacke raus, es ist kalt. Der Körper wird unterkühlt, das Immunsystem arbeitet weniger effizient. Mikroorganismen und Keime in deinem Körper, die sonst unterdrückt werden, finden optimale Bedingungen vor. Dein Körper versucht nun, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Dabei kommt es zu einer komplexen Reaktion: Entzündungen, Immunantworten, Ausscheidung von Abfallstoffen über Schleim, Husten, Fieber, Übelkeit.

Gleichzeitig werden andere Prozesse heruntergefahren: Du bist müde, kannst dich schlecht konzentrieren. Das ist kein Fehler, sondern Teil der Strategie. Der Körper spart Energie für die Heilung. Jetzt ist es entscheidend, ihn zu unterstützen: Kein schweres Essen, keine Belastungen durch Alkohol, Zigaretten oder Zusatzstoffe. Stattdessen: lauwarmes Wasser, Elektrolyte, leichtverdauliche Kost, Schlaf und Ruhe.

Der Krankheitsverlauf braucht Zeit

Viele erwarten, nach ein bis zwei Tagen wieder fit zu sein. Doch eine echte Heilung braucht Zeit. Ein destabilisiertes System wieder in Balance zu bringen, kann Wochen dauern. Gerade wenn viele Stoffwechselprozesse betroffen sind, ist Geduld gefragt. Wunderheilungen sind Illusionen – du kannst den Prozess unterstützen, aber nicht abkürzen.

Der Mythos der permanenten Gesundheit

Du kennst sicher Menschen, die sagen, sie seien nie krank. Doch aus biochemischer Sicht ist das nicht realistisch. Jeder Mensch nimmt Schadstoffe auf – über Nahrung, Luft, Wasser, Hautkontakt. Diese lagern sich im Fettgewebe, in Organen oder im Zwischenzellraum ab. Früher oder später kommt es zur Übersättigung. Der Körper startet dann einen Heilungsprozess: Autophagie, Immunreaktion, Entgiftung. Diese "Krankheit" ist also oft ein Reinigungsprozess, den du nicht verhindern, aber verzögern kannst. Wer bewusst lebt, kommt vielleicht nur alle 1-2 Jahre in so einen Prozess – aber er kommt.

Fazit

Krankheit ist keine Schwäche, sondern ein Signal. Dein Körper kommuniziert: Die Balance ist gestört. Jetzt braucht er deine Unterstützung, nicht deine Ablenkung oder Symptombekämpfung. Versteh Krankheit als Gelegenheit zur Heilung und Reinigung. Sei geduldig, achte auf deine Lebensweise, und gib deinem Körper, was er braucht: Ruhe, Nährstoffe, Wärme, Liebe und Achtsamkeit.

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